Schwedens Geschichte

Im frühen Mittelalter siedeln Svear und Gauten in Schweden. Von 600 bis 900 etwa gründen die Gauten um Uppsala herum ein Reich.

Vom 9. bis zum 11. Jh. treten die Normannen oder Waräger als Eroberer und Kaufleute auf.

Unter Kämpfen vollzieht sich die Annahme des Christentums bis ins 11 Jh. 1164 wird der alte Königssitz Uppsala zum Erzbistum. Auf die Uppsala-Könige folgen um 1060 die Dynastie der Stenkil, gegen die immer wieder heidnische Gegenkönige aufgestellt werden.

Um 1125 übernehmen die Sverkir aus Östergotland die Macht, ständig bedroht durch Erich IX. und dessen Nachkommen. Das nutzen die Folkunger und bleiben von 1250 bis 1363 an der Macht. Sie gründen Stockholm.

Schweden wird Teil der Kalmarer Union 1389 unter Margarete von Dänemark und Norwegen. Aber die Schweden versuchen immer wieder, sich von den dänischen Unionskönigen loszureißen. Das Stockholmer Blutbad 1520 unter Dänenkönig Christian II. schürt den Widerstand. Schweden erlangt seine Unabhängigkeit unter Gustav Wasa 1523 zurück.

1527 wird Schweden evangelisch-lutherisch.

Unter Gustav II. Adolf wird Schweden zur führenden Ostseemacht. 1632 fällt er im Dreißigjährigen Krieg. Sein Kanzler Oxenstierna führt nun für Königin Christine die Regierung. 1654 dankt Christine zugunsten ihres pfälzischen Vetters Karl X. Gustav (1654 - 60) ab.

Die Nordischen Kriege (1700 - 21) führen zum Verlust von Schwedens Vormachtstellung und etlicher Regionen an andere Mächte. Finnland fällt 1809 an Russland.

1810 ernennt der kinderlose Karl XIII. den französischen Marschall Bernadotte zum Kronprinzen. Er erlangt 1814 Norwegen, im Gegenzug fallen Teile Vorpommerns an Preußen. 1818 besteigt Bernadotte als Karl XIV. Johann den Thron. Seither wahrt Schweden seine Neutralität, auch in beiden Weltkriegen.

Die Reichtagsreform 1866 führt ein neuzeitliches Zweikammersystem ein.

1909 sagt sich Norwegen von Schweden los.

Von 1907 - 50 regiert Gustav V., 1950 - 73 Gustav VI. Adolf. Seither ist Carl XVI. Gustav auf dem Thron.